„BEDEUTUNG VON OPEN SOURCE IN EINER ZUNEHMEND DIGITALISIERTEN ÖFFENTLICHEN VERWALTUNG, PRIVATWIRTSCHAFT UND GESELLSCHAFT“

1. VORWORT

Es gibt zu OPEN SOURCE ein frühes Werk aus dem Jahre 2006 der öffentlichen Verwaltung, das unter der Initiative des Bundeskanzleramtes entstanden ist und Anerkennung in EU Kreisen gefunden hat. Eine Plattform OSS wurde damals einberufen und in zwei Arbeitsgruppen die Entwicklungen, Potentiale und Stand, wie auch Trends zusammengefasst.

Unabhängig davon kam es 2007 zur Gründung der OSSBIG Austria, ein Verein mit Mitgliedern aus der österreichischer Verwaltung und österreichischen Wirtschaftsunternehmen. Beiden Initiativen lag die zukünftige österreichische Wertschöpfung bei den IKT – Prozessen am Herzen.

Die Überarbeitung des Positionspapieres aus dem Jahr 2006 brachte sehr schnell die Erkenntnis, dass die OSSBIG, bei der mittlerweile 5 öffentliche Verwaltungen einen Mitgliedsstatus haben, darunter auch das österreichische Bundeskanzleramt, die geeignete Plattform für dieses Positionspapier ist. In diesem Falle jedoch sollte das Ergebnis für 23 Vereinsmitglieder und deren Open Source Bemühungen, eine repräsentative Grundlage sein und für zukünftige weitere Schritte Orientierung vermitteln.

Schon im ersten Workshop wurde den Teilnehmern bewusst, dass die Anliegen der Jahre 2006 bzw. 2007, OpenSource „salonfähig“ zu machen und Vorbehalte abzubauen, nicht mehr zeitgemäß sind. Auch die wirtschaftliche Abwägung zwischen Lizenzkosten und OpenSource Support, bestimmt schon lange nicht mehr die Diskussion.

Heute ist OpenSource, ohne große Aufmerksamkeit, in die Rechenzentren und Softwarehäuser eingezogen. Alle großen Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen nutzen OpenSource Software. Der Wettbewerbsdruck aus den IT Konzernen umfasst heute nicht nur die Softwarelizenzen sondern die gesamte IT-Infrastruktur inkl. ihrer Softwarekomponenten in der Cloud.

Ein durchmischtes Architekturbild der Applikationslandkarten und ihrer Betriebsinfrastruktur haben die Komplexität enorm ansteigen lassen. Der Weg in eine Vision der OPEN SOURCE Welt, scheint weiter weg denn je!

Aus den Erfahrungen der ersten zehn Jahre OSSBIG Arbeit, können Handlungs- und Führungsvorschläge abgeleitet werden, die strategische Schritte in der Digitalisierung der Unternehmen und der öffentlichen Verwaltungen erleichtern und eine bessere time to market Umsetzung ermöglichen. OpenSource nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein.

Das Positionspapier unterstreicht die Zielsetzungen und das Selbstverständnis der OSSBIG:

  • – wir verstehen uns als Community, „gemeinsam stärker als alleine“,

  • – wir verlassen bekannte Pfade und betreten Neuland,

    da braucht es Mut, Rückhalt und Mitstreiter,

  • – wir nutzen die Community zur gegenseitigen Reflexion,

    zur Stärkung, für gemeinsame Initiativen, …

OSSBIG ist eine Community der IT-Verantwortlichen aller Branchen und öffentlichen Institutionen.

OpenSource ist für uns eine Werthaltung, die Überzeugung, dass den Herausforderungen der digitalen Informationsgesellschaft nur durch neue Formen der Kooperation und offenen Umgang mit Informationen begegnet werden kann.

Das vorliegende Papier ist von OSSBIG Mitgliedern für OSSBIG Mitglieder gemacht. Es richtet sich an Entscheider in großen Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen und ist eine Momentaufnahme. Im Sinne OpenSource sind Alle eingeladen, zu verbessern und weiterzuentwickeln.

 

2. MOTIVATION UND ZIEL DES POSITIONSPAPIERS

Die Welt hat sich seit Gründung der OSSBIG vor 10 Jahren deutlich geändert.

Vor 10 Jahren hatte OpenSource Software bei den Entscheidungsträgern meist die Zuschreibung einer interessanten, jungen Technologie für abgegrenzte Anwendungsfelder, aber ungeeignet für große und unternehmenskritische Lösungen.

Mittlerweile ist OpenSource Software fixer Bestandteil der IT-Landschaft aller Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen.

Der Einsatz von OpenSource Software regt nicht mehr auf, ist kein brennendes Thema mehr auf der Agenda von Business Entscheidern.

Das ursprüngliche Ziel „Verbreitung von OpenSource Software“ ist vielfach erfüllt, bzw. kann OSSBIG da künftig nur mehr überschaubaren Beitrag leisten.

Wir haben uns – 10 Jahre nach Gründung – einige Fragen gestellt:

  • Was sind die aktuellen Rahmenbedingungen und Herausforderungen für die OSSBIG Mitglieder?

  • Welchen Wertbeitrag kann OpenSource als Technologie und OSSBIG als Verein in diesem geänderten Kontext leisten?

  • Sind unsere Ziele von damals noch passend und ausreichend?

 

Wir haben uns nach 10 Jahren die Zeit genommen, Antworten zu finden und unsere Position zu schärfen.

3. MANAGEMENT SUMMARY

Ablösestrategien von Softwarelizenzprodukten hin zu OpenSourceProdukten waren in der Vergangenheit zwar ein wirtschaftlicher Erfolg, aber der nötige Zeitaufwand ohne Businessmehrwert schmerzte. Den aktuellen, bzw. künftigen Themen wurden wichtige IT Kapazitäten entzogen.

Dies zeigte sich auch in der geringen Teilnahme von Mitarbeitern aus den IT- Abteilungen der unterschiedlichen Mitglieder, bei Projekten wie Datenbankablöse, Ablöse von betrieblichen IT-Tools etc. Diese Projekte beschränkten sich auf Backendsysteme und obwohl bei dieser Art von Ablöse mit wenig Wiederstand zu rechnen war, musste man gegenüber IT-Technikern argumentieren. Die Projekterfolge waren limitiert.

Der Arbeitsplatz der Mitarbeiter, ausgestattet mit lizenzbasierten Microsoft Tools, war nicht veränderbar. Diskussionen mit Einbeziehung des Betriebsrates unter öffentlicher Aufmerksamkeit, hatten OpenSource Projekten eine spezielle Emotion verliehen.

Die Trendwende in der Zusammenarbeit kam mit der Auseinandersetzung über aktuelle „Modethemen“ wie Cloud, Docker, Digitalisierung etc. Die Arbeitsgruppen waren deutlich besser besucht. Der Mehrwert der Arbeit war vor allem in die Zukunft gerichtet. Mitgliederübergreifende Lösungen wurden leichter möglich. Die Trennung von der Historie hat die Zusammenarbeit spürbar einfacher gemacht. Ab diesen Zeitpunkt ergab sich ein OpenSource Thema nach dem anderen. Das gemeinschaftliche Interesse wurde stark geweckt.

Damit wurde klar: „um eine lebende OpenSource Community Branchen übergreifend zu erzielen, ist das antizipieren der Zukunft der Schlüssel zum Erfolg“. Alte Systeme verlieren auf lange Sicht ihre Bedeutung, wenn neue, intelligente Koexistenz mit OpenSource geschaffen wird. Dies hat insofern hohe Bedeutung, als dies der Schlüssel für die Digitalisierung der Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung sein kann und um dem Anspruch nach Innovation gerecht zu werden.

Auch die Beschränkung auf Backendsysteme und deren Zukunftsentwicklung bei strategischen Weichenstellungen, werden durch die Zukunftsthesen untermauert.

Die knappen Ressourcen und der Zeitwettbewerb erzwingen eine klare Priorisierung der Mittel auf Projekte mit Business Value. Das sind beispielsweise neue, unternehmensübergreifende Datenbasen mit der Vertraulichkeit, der neuen DSGVO, auf ethischer Grundlage.

Der Arbeitsplatz und das mobile Endgerät sind an den Zeitgeist der Benutzerbedürfnisse abgegeben. Entscheidend ist der sichere Übergang zu den Backendsystemen mit den unternehmensspezifischen Daten, angereichert um Open Data oder allgemeine Daten, streng anonymisiert. Diese Datenbasen bilden die Grundlage für digitale Nähe zum Bürger bzw. für die Weiterentwicklung der unternehmerischen Geschäftsmodelle auf Basis innovativer Businesskultur.

Der Paradigmenwechsel erfasst alle Etagen der Führungsstruktur und richtet sich vor allem an die neuen agilen Organisationen, bei denen Fachbereich und IT nicht mehr getrennt im Organigramm ersichtlich sind.

Unsere Mitglieder stehen unter Innovationsdruck. Jetzt geht es um die breite Anwendung der Prinzipien, auf deren Basis OpenSource Software erstellt wird.

Kompetenzen, Zusammenarbeit, Austausch von und offener Umgang mit Information – da ist noch viel zu tun!

4. STATUTEN UND MISSION DER OSSBIG

Wir fördern die Verbreitung von OpenSource Software und wollen damit laut unseren Statuten folgende Ziele erreichen:

  • Zusammenarbeit der OSSBIG Mitglieder

  • Erhöhung der Wertschöpfung in Österreich

  • Förderung moderner Geschäftsmodelle

Unser aktuelles Selbstverständnis:

Die OSSBIG Mitglieder sind IT Verantwortliche aus österreichischen Unternehmen und öffentlicher Verwaltung quer über alle Branchen und Verwaltungsträger.

Wir verstehen uns als „community of practice“ für neue Themenstellungen.

Zunehmende Digitalisierung von Unternehmen und öffentlicher Verwaltung macht Informationstechnologie zum erfolgskritischen Faktor.
Das Potential der Digitalisierung hat neue Geschäftsmodelle und damit neue Marktteilnehmer entstehen lassen, gefährdet aber auch bestehende Märkte. Der Einzug von digitaler Technologie in alle Lebensbereiche hat Verhalten und Erwartungen von Kunden, Bürgern und Mitarbeitern nachhaltig verändert und wird es in deutlich höherer Geschwindigkeit weiterhin tun.

Unternehmen und öffentliche Verwaltung, für die wir IT-Verantwortung tragen, sind zunehmendem Innovationsdruck ausgesetzt.
Innovation in der Verwaltung zielt vor allem auf Effizienz und Bürgernähe, sowie Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Österreich.

Innovation in Unternehmen zielt vor allem auf Wettbewerbsfähigkeit.

Wir sind überzeugt, dass OpenSource Software eine Schlüsseltechnologie für die anstehenden Herausforderungen ist.

5. WAS HAT SICH SEIT GRÜNDUNG DER OSSBIG GEÄNDERT?

Bisher waren unsere bestimmenden Themen:

  • die Reduktion von Lizenzkosten, um damit den Aufbau regionaler IT- Kompetenz zu finanzieren und regionale Wertschöpfung zu erhöhen.
  • der Abbau von Vorurteilen gegen den Einsatz von OpenSource Software in geschäftskritischen Bereichen.
  • OpenSource als seriöse Alternative zu überwiegend amerikanischer Lizenzsoftware positionieren.
  • Technisches Know-How zum Thema OpenSource Software bei unseren IT-Experten steigern und gemeinsam Referenz Lösungen schaffen.

Heute wird OpenSource Software, vor allem im Backend (Betriebssystem, Datenbank, …) auf Serverinfrastrukturen, breit genutzt, aber auch in „neuen“ Geschäftsbereichen wie „big Data“, „Analytics“, „Hadoop“, …).

Die Verbreitung von SmartPhones, Tablets und WebInterfaces am PC/Laptop hat die Dominanz von Microsoft gebrochen. Allerdings sind neue „Quasi- Monopolisten“ wie Apple, Google oder Facebook entstanden.

Das Ziel „Umstellung von Lizenzsoftware auf OpenSource Software“ ist in den Hintergrund getreten.

Heute sind die bestimmenden Themen und Treiber der Veränderung:

  • die zunehmende Digitalisierung von Unternehmen und öffentlicher Verwaltung

  • der selbstverständliche Umgang mit Technologie durch Kunden und Bürger

  • neue, auf Digitalisierung aufbauende Geschäftsmodelle und die damit einhergehenden Veränderung auf den Märkten

In der Vergangenheit entstandene Geschäftsmodelle sind durch die Industrialisierung geprägt. Kern des Markterfolgs ist ein Produkt oder eine Dienstleistung, die meist auch wie ein Produkt behandelt wird. Kern der Kompetenz liegt im Design, Produktion und Vermarktung des Produkts.

Das bedingt Assets wie:

  • Patente, Baupläne, Design

  • Produktion, Effizienz, Produktivität, Automation

  • Perfektion, Produktqualität

  • Prozess, Ressource, Arbeitsteiligkeit

  • Kontrollierbarkeit, Messbarkeit, Nachvollziehbarkeit

  • Standardisierung, Reproduzierbarkeit

  • Konzern, Hierarchie, Compliance

  • Zu- und Verteilung von Arbeit auf Ressourcen

  • Geheimhaltung, Vertraulichkeit, Schutz von Wissen, Schutz vor Nachbau

  • Stabilität, Größe, Power

Derzeit entstehende Geschäftsmodelle sind durch die Informations- und Wissensgesellschaft geprägt. Der neue Rohstoff sind Daten. Kern des Markterfolgs ist Zugriff auf möglichst viele Daten, Zugang zu möglichst vielen Kunden. Kernkompetenz ist die Fähigkeit, die Daten zu gewinnen, zu verarbeiten, zu analysieren, zu interpretieren und aufzubereiten.

Der Fokus liegt im laufenden Verständnis der Bedürfnisse von Kunden und der möglichst individuellen, punktgenauen Befriedigung dieser Bedürfnisse. Dieses Ziel ist in bestehenden, prozessorientierten, nach innen gerichteten, auf Optimierung ausgerichteten Organisationsmodellen nicht erreichbar. Es braucht situative, flexible Organisationsformen, die auf Zusammenarbeit ausgerichtet sind, sowie Agilität und globale Skalierbarkeit.

Waren bisher detaillierte Regeln und Vorschriften nötig, um den industriell organisierten Betrieb sicherzustellen, treten künftig Rahmen und Ziele an deren Stelle.

Das bedingt Assets wie:

  • Empathie, Kreativität, Lösungskompetenz

  • Zugang zu Daten und deren Interpretation

  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit

  • Beweglichkeit, Agilität, globale Skalierbarkeit

  • Fehlerkultur und Entscheidung in Unsicherheit

  • Dynamische Organisation, Netzwerk, Matrix

  • Eco-Systeme

  • Ethik/Werte als kollaborativer Magnet

  • Individualität und Kundenverständnis

  • „pull“ von Arbeit

Die Transformation von der Produkt fokussierten Industriegesellschaft zur dienstleistungsorientierten Informationsgesellschaft benötigt:

    • Neue Kompetenzen

    • Offenen Umgang mit Informationen

    • flexible Zusammenarbeitsformen

Wir sind überzeugt, dass die Prinzipien, auf denen die Erstellung von OpenSource Software beruht, diese Ziele in hohem Maße fördern.

6. AN WELCHE ZUKUNFTSTHESEN GLAUBEN WIR?

Innovationsdruck entsteht vor allem durch die nötige Digitalisierung von Unternehmen und öffentlicher Verwaltung. Die bereits fortgeschrittene Digitalisierung in allen Lebensbereichen hat neue Geschäftsmodelle entstehen lassen, Verhalten und Erwartungen von Kunden, Bürgern und Mitarbeitern nachhaltig verändert.

Die digitale Infrastruktur des Anwenders, wie Laptop, Tablet oder SmartPhone und die darauf genutzten Anwendungen, verschwinden aus der Kontrolle der IT-Verantwortlichen von Unternehmen und öffentlicher Verwaltung. Der Anwender entscheidet selbst.

Mobilität und Änderung der IT-Nutzung haben den PC durch WebBrowser, Tablet und Smartphone ersetzt. Die Frage nach dem Betriebssystem am Endgerät stellt sich für Benutzer nicht mehr. Er entscheidet nach anderen Kriterien.

Die Grenze zwischen privater und beruflicher Nutzung löst sich auf, die Trennung in private und berufliche IT-Infrastrukturen findet spätestens mit Generation Y ein Ende.

Die Anforderung nach starker Integration aller unternehmens- und verwaltungsweiten Anwendungen wird durch die Notwendigkeit der Interoperabilität aller von Anwendern genutzten Software abgelöst.

Das steigende Angebot von Cloud Infrastrukturen hat die Entscheidung nach dem Betriebssystem am Server durch die Entscheidung „cloud vs. on premise“ abgelöst.

Technologiezyklen werden kürzer, neue Technologien ersetzen rascher vorhandene als früher. Unternehmensstrategien haben längere Lebensdauern und können daher nicht direkt auf konkreten Technologien aufbauen.

Restriktionsfreier Zugriff auf Quellcode erleichtert Innovation und schnellen Markteintritt für StartUps und fördert Wachstum. OpenSource Software begünstigt neue Geschäfts- und Arbeitsmodelle.

OpenSource fördert Industrie 4.0 durch interoparable Applikationsplattformen und lässt Sicherheitsprobleme leichter erkennen.

Offener Quellcode (Transparenz) fördert Sicherheit und Vertrauen.

Sicherheit und Vertrauen sind Voraussetzungen für erfolgreichen digitalen Wandel.

OpenSource Software hat Security Vorteile, weil die Community den Code laufend verbessert und jeder ihn einsehen kann.

Die OpenSource Community hilft bei Problemen rasch und kompetent. IT-Kompetenz und Attraktivität für IT-Experten wird zum relevanten

Wettbewerbsvorteil für Unternehmen, öffentliche Verwaltung und Standort.

„Knowledge Worker“ der neuen Generation erwarten Offenheit, einfachen Zugriff auf coole Technologie, die Chance auf Sinnfindung. Sie wollen nicht mehr ein Rädchen im Produktionsprozess sein, sondern gesamtheitlich und eigenverantwortlich arbeiten.

OpenSource ermöglicht mehr Freiheit und Autonomie und erlaubt „Digitale Souveränität“, da jederzeit andere Unternehmen mit dem Betrieb, der Weiterentwicklung und Pflege der betreffenden Software beauftragt werden können.

OpenSource unterstützt die Handlungsfähigkeit des Staates, sie ist ein Baustein für staatliche Eigenständigkeit.

Europas IT Wirtschaft hat mit wenigen Ausnahmen keine Player, die weltweit relevante Größe und Entwicklungsstärke mitbringen. Die Entstehung von globalen, proprietären Eco-Systemen führt uns näher an Monopole und reduziert die lokale Wertschöpfung.

OpenSource ist eine Strategie zur Förderung von Eco-Systemen (z.B. Tesla).

In neuen Organisationen ist OpenSource in der DNA verankert.

Für Internet-Giganten (Google, Facebook, …) sind Nutzungsdaten von Anwendern der neue Rohstoff. Die Fähigkeit, diese Daten zu verarbeiten und zu interpretieren ist Kernkompetenz.

Neue, potentiell disruptive Technologien wie Blockchain/Distributed Ledger, Artificial Intelligence oder Internet of Things basieren auf OpenSource Software oder den damit verbundenen Prinzipien der Transparenz und Collaboration.

Megatrends wie die „sharing economy“ oder die „Maker Szene“ sind ohne das OpenSource Prinzip „sharing of information & assets“ nicht denkbar.

Die nötigen Lösungen zur „Digital Identity“ sind ohne die vertrauensbildenden OpenSource Prinzipien wie Transparenz und Demokratisierung von Information schwer vorstellbar.

7. WELCHE ZIELE STELLEN WIR AB JETZT IN DEN FOKUS?

  • Lokale Wertschöpfung heben & Technologie-Standort sichern

  • Bewegungs-/Entscheidungsfreiheit erhöhen, Abhängigkeit reduzieren,

    staatliche Eigenständigkeit erhalten

  • Zukunftskritisches Know-How vor Ort aufbauen und behalten

  • Neue, durch Digitalisierung ermöglichte Geschäftsmodelle fördern

  • Neue Arbeitsmodelle ermöglichen und Attraktivität regionaler IT- Arbeitsplätze heben

  • Transparenz und Kontrolle über Zugriff und Nutzung von Daten er-/behalten

Es geht nicht mehr um die Verbreitung von OpenSource Software, sondern um die Verbreitung der Prinzipien auf denen die Erstellung von OpenSource Software beruht!

8. WELCHE EINSATZFELDER SEHEN WIR?

Sowohl unsere Erfahrungen der letzten 10 Jahre, als auch die aktuellen Herausforderungen für Unternehmen und öffentliche Verwaltung legen nahe, OpenSource Software und Methode bei Betreten von Neuland (neue Technologien, neue Geschäftsmodelle, …) einzusetzen.

Der Mehrwert der OSSBIG für ihre Mitglieder liegt in der Nutzung der community. (Verbündete für eigene Vorhaben finden, Know-How der Gruppe nutzen, Austausch und Reflexion auf Augenhöhe und ohne Konkurrenz)

Wir werden uns künftig auf folgende Themenfelder konzentrieren:

KOMPETENZ

wir nutzen das gemeinsame Wissen der Mitglieder einer alleine hat nicht die nötigen Know-How Träger

INFORMATION

wir teilen alle Informationen
wir stehen in keiner Konkurrenz zueinander

ZUSAMMENARBEIT

wir erforschen gemeinsam neue Themen wir pflegen das analoge Miteinander

 

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